ETA Hoffmann/St. Mart: Meister Floh & Herrmann Cropp: Gerechtigkeit, ein Märchen

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Produktbeschreibung

ETA Hoffmann/St. Mart: „Meister Floh“
Herrmann Cropp: „Gerechtigkeit, ein Märchen“

Packpapier Verlag Osnabrück, 2013. DIN A5-Heft, 32 Seiten, Dünndruck, illustriert
INHALT:
Stefan Mart: Meister Floh * Herrmann Cropp: Gerechtigkeit, ein Märchen * Famagusta- Märchenland * Meister Floh * Wissenschaftskritik – Naturethik * Justiz- Kritik: Polizeichef Kamptz * Stefan Mart * … und E.T.A. Hoffmann * Literaturempfehlungen
Der
Justizskandal, den dieses Märchen in der Originalfassung ETA Hoffmanns vor 200 Jahren auslöste, sodaß es 100 Jahre lang verboten blieb, und nur in einer zensierten, entstellten Fassung gedruckt wurde, zeigt, das Recht immer in Gefahr ist, Unrecht zu werden. ETA Hoffmann war Jurist und Richter, er wußte das genau. Darum schrieb er dieses sogenannte Märchen, in das er eine für damalige Verhältnisse unerhörte Kritik verpackte. Die Kritik an einer mit Spitzelei, Gerüchten und Anstiftung
zur Falschaussage arbeitenden Polizei und Justiz und an einem autoritären Obrigkeitsstaat, der seinen Staatsbürgern „mit barbarischer Härte“ ein System aufzwang, das sie „bald um alle Freiheit, um allen Genuß des Lebens brachte.“ Im gleichnamigen Märchen gelingt es Meister Floh, sich aus dem Preußischen Floh- und Staatszirkus zu befreien; es fehlt ihm der rechte Untertanengeist, weil Flöhe „geneigt sind, sich jeder soliden Gestaltung zu entziehen durch  fortwährendes Hüpfen.“

Die hier vorliegende stark gekürzte Fassung Stefan Marts, die er für die „Märchen der Völker“ verfasste, wurde von Herrmann Cropp leicht überarbeitet. Der sich anschließende Kommentar setzt sich mit Hoffmanns Originalversion und den justiziellen Ermittlungen gegen Hoffmann auseinander.
Im Sommer 2013 sind wir mit einer Meister-Floh-Ausstellung bei diversen Festivals gewesen, um die damalige und heutige Begeisterung von Malern und Illustratoren zu zeigen, die E.T.A. Hoffmanns Texte hervorrufen- und um die Zensurmaßnahmen gegen den freigeistigen Autor zu dokumentieren- die als Selbstzensur noch heute in der Literaturwissenschaft fortbesteht: nur zu gerne wird der gesellschaftspolitisch und staatsrechtlich denkende Hoffmann zugunsten des Phantasten ignoriert.