{"id":1115,"date":"2010-12-17T17:03:14","date_gmt":"2010-12-17T16:03:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.packpapierverlag.de\/neu\/?p=1115"},"modified":"2017-05-04T13:35:27","modified_gmt":"2017-05-04T11:35:27","slug":"ries-verlieren-das-gesicht","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/?product=ries-verlieren-das-gesicht","title":{"rendered":"Ries: Und verlieren dabei das Gesicht (l08)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5005\" title=\"Ries Gesicht\" src=\"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht-216x300.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht-216x300.jpg 216w, https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht-300x417.jpg 300w, https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht-737x1024.jpg 737w, https:\/\/www.packpapierverlag.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ries-Gesicht.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><small style=\"font-family: Helvetica,Arial,sans-serif; color: #183030;\"><big style=\"font-weight: bold; color: #2f5e5e;\">Jens- Uwe Ries: &#8230;Und verlieren dabei das Gesicht<\/big><br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Ein Roman \u00fcber das Arbeiten, und was es mit den Menschen anstellt&#8230;<\/span><br \/>\nTaschenbuch, 164 Seiten. Gedruckt auf Umwelt- und Packpapier.<br \/>\nPassenderweise aus dem Packpapier- Verlag.<br \/>\nJens- Uwe Ries ist mit den Menschen auf Tuchf\u00fchlung, er h\u00f6rt zu, denkt \u00fcber sie, ihr Leben, das eigene und die Arbeits- Gesellschaft nach, mit Erstaunen und Bedauern nimmt der Ich- Erz\u00e4hler wahr, wie die Menschen mehr und mehr dem Lebenstrott aus Arbeit und Freizeit verfallen, nichts mehr fragen, nichts mehr hinterfragen: am wenigsten sich Selbst . Aus purem Eigennutz wird eben mal Hans Josef- Strau\u00df gew\u00e4hlt und dergleichen mehr.<br \/>\nObwohl Ries die Illusionen, Dummheiten und Selbstt\u00e4uschungen der Menschen in der Arbeitsgesellschaft fragend und stirnrunzelnd kritisiert, ist er ihnen doch nicht feindlich gesonnen, der Autor untersteht sich, hier als besserwisserischer N\u00f6rgler aufzutreten. Und wichtig, wie ich finde: Ries h\u00e4lt sich immer fern von esoterischer Seichtigkeit und fragw\u00fcrdigen Idealen. Der (post-) modernen Nichtkultur der \u201eSelbstfindung\u201c (anstelle der Selbstkritik) und einer allerorten sich ergie\u00dfenden Gebrauchs-Philosophie des \u201eJeder f\u00fcr sich\u201c setzt er ein entschiedenes Nein entgegen.<br \/>\nMenschliche Momentaufnahmen und Personen mit ihren Geschichten und Schicksalen verk\u00f6rpern eine Welt zwischen Arbeit, Minibar, Liebeshunger und Gef\u00fchlsk\u00e4lte, der zu entkommen die Menschen keine Anstalten mehr machen, sondern sich stattdessen in die gesichtslose Masse einreihen und mittrotten.<br \/>\nDoch mag sich weder Ries noch sein Protagonist damit zufrieden geben und fragt, philosophiert und ironisiert, schimpft und denkt nach, versucht philosophisch und menschlich, dem Menschen in seiner Jetztzeit auf die Schliche zu kommen, immer in der Hoffnung, kritische Mitmenschen zu finden und mit ihnen eine \u201efreie Menschenwelt\u201c.<br \/>\nAber man darf unbesorgt sein: Ries eignet sich nicht f\u00fcrs platte Politpamphlet, die \u201efreie Menschenwelt\u201c ist kein starrer Regel- oder Tugendentwurf, sondern besteht im verstehbar penetranten Wiederholen der einen Frage, ob es nicht doch m\u00f6glich w\u00e4re, jenseits von Massenarbeit und Stupidit\u00e4t eine vitalere Mitwelt zu leben. Manche der auftretenden Personen lassen daran allerdings argen Zweifel aufkommen, und das Befremden \u00fcber sich blindstellende Verhaltens- und Denkmuster ist ganz bestimmt auch einer pers\u00f6nlichen Betroffenheit geschuldet; aber ein seichter &#8222;Schicksalsschm\u00f6ker&#8220; ist dies sicherlich nicht!<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Das sind die Kapitel<\/span>:<br \/>\n* Ans\u00e4tze von einem Ersehnten (in der Arbeit)\u00a0 * Blicke in ein Gesch\u00e4ft * Was f\u00fchlst Du wirklich&#8230; * Unm\u00fcndigkeit * Verschollen * Schrott * Endlich Gespr\u00e4ch * Menschenwelt k\u00f6nnte werden * Menschenwelt k\u00f6nnte werden II: Aufstand in Taschenausgabe * Geld arbeitet * Arbeitspl\u00e4tze * Wohin gehen wir? * Zur\u00fcck ins Alte * Das Leben aussen vor * Wir brauchen Feuer! * Versklavung besteht fort. Wie lange noch?!<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Das meint der Autor 1986<br \/>\nbei Herausgabe zu seinem Buch<\/span>: \u201eWir sind immer<br \/>\nnoch nicht&#8230; Was dieses sei? Nehmt es als eine Art Tage- oder<br \/>\nNotizbuch. Es ist ein kunterbuntes, oder eher graues Durcheinander,<br \/>\ngewiss. Den Hauptschauplatz bilden verschiedene Arbeitsstellen. Es geht<br \/>\ndarum, wo wir uns befinden, in der Arbeit und dar\u00fcber hinaus.<br \/>\nEs geht darum, wie \u201ees\u201c ist, mindestens acht<br \/>\nStunden am Tag, und ob es m\u00f6glich w\u00e4re, da heraus und<br \/>\nin ein anderes zu kommen. Das macht vielleicht das Bunte aus. Das<br \/>\nGraue, und wie ich meine oft Grausame, ist das, was zur Zeit ist, was<br \/>\ngeredet, was getan, und vor allem, was nicht getan wird. Aber das kann<br \/>\ndoch kaum alles sein, auch wenn bisher wenig anderes gesehen wird (das<br \/>\nwas den Anfang bildet, ist leider noch Ausnahme): Es ist da. Und wenn<br \/>\nwir aufh\u00f6ren, sie niederzutrampeln, k\u00f6nnte die Blume<br \/>\ndann nicht wachsen? Nein, der Vergleich mit der Blume ist mir nicht zu<br \/>\nkitschig, den lasse ich hier stehen. (&#8230;)\u201c<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Das meint der Autor, mit einigen Jahren Abstand, zu seinem Buch:<\/span> \u201eTja, was ist das? Im September 1986 im Packpapier Verlag erschienen. Illustration Rune S\u00f8nderg\u00e5rd. Etwas mehr als 160 Seiten sehr direkte Schilderungen aus der Arbeitswelt z.B. im Gartenbau auf Sylt, immer mit dem Gedanken, ob da nicht einiges sehr anders sein m\u00fcsste. Manchmal st\u00f6rt mich heute ein etwas moralistischer Ton, der sich durch manche Zeilen zieht. Das Befremden gegen\u00fcber dem, was als normal gilt \u2013 sowie manche der darin beschriebenen Personen oder Situationen \u2013 machen das Buch (&#8230;) aber immer noch lesenswert, wie ich finde. Vielleicht vertr\u00fcge es mal eine gr\u00fcndliche \u00dcberarbeitung.\u00a0 &#8212;- Oder gerade nicht?\u201c<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Wir meinen:<\/span><br \/>\nIn einer Zeit, in der das ziellos Ich-fixierte Herumstreifen eines J.v. D\u00fcffel und anderer Popliteraten penetrant bepreist wird, tut es gut, auch mal wieder eine Stimme zu h\u00f6ren, die ver\u00e4ndern m\u00f6chte, hoffen, zweifeln und sich einsetzen. Und die utopische Moral ist origineller, als eine Anti- Moral, die Negation f\u00fcr eine Kulturleistung h\u00e4lt. Na dann&#8230;<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens- Uwe Ries: &#8230;Und verlieren dabei das Gesicht Ein Roman [&hellip;] &hellip; <a href=\"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/?product=ries-verlieren-das-gesicht\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"featured_media":5005,"template":"","meta":[],"product_brand":[],"product_cat":[18,3],"product_tag":[],"class_list":["post-1115","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","product_cat-literatur","product_cat-produkte","first","instock","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product\/1115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_brand&post=1115"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_cat&post=1115"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.packpapierverlag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fproduct_tag&post=1115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}