Friedensarbeit


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Simla am 08.07.2017.Herbstrundmail September 2017 und AKTION „RETTET SIMLA“

Hallo liebe Leute.
Der Herbst ist da, die Blätter beginnen, sich bunt zu färben… und so manches „Nutztier“ wird getötet, um die winterlichen Futterkosten zu senken; das ist im „westlichen Kulturkreis“ so üblich, ob im konventionellen oder im ökologischen Landwirtschaftsbetrieb. Die einen lassen Tiere, die es immer schon schlecht hatten, in Massentransportern über die Autobahnen Europas karren, mehr oder weniger brutal im Schlachthof töten und von Dumpinglöhnern zerstückeln. Die anderen versuchen, ihre Nutztiere einigermaßen tiergerecht zu halten, sie gut zu versorgen und ihren Tod so schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Und dann gibt es ganz wenige, die den Tieren nach „getaner Arbeit“ ein Gnadenbrot gewähren und sie in Würde altern lassen.
Leider ist die letztgenannte Variante den meisten zu teuer und keiner sagt es so recht, aber bei Schlachtpreisen von bis zu 1000 Euro zB pro Kuh geht es um Geld und nicht um den „natürlichen Lauf der Dinge“.
Der Natürlichkeitsbegriff wird gern dort angewandt, wo etwas anderes nicht hochkommen soll, was der Natur des Menschen viel besser entspricht, als wirtschaftliches Kalkül: Empathie. Freilich verhält es sich auch mit diesem Begriff etwas seltsam, denn es ist durchaus möglich, daß Menschen voll sisyphoshaften Engagements kleine Zäune am Straßenrand aufbauen, um Kröten davor zu bewahren, von Autos überrollt zu werden, um sich nach Abschluß ihrer Tierrettungsaktion im Restaurant eine Kalbshaxe schmecken zu lassen. Empathie scheint etwas mit selektiver Wahrnehmung zu tun zu haben, und vermutlich müssen wir damit zufrieden sein und dürfen nicht mehr erwarten. Es sind Inseln der Empathie, die Gesellschaften vor der Verrohung bewahren und hoffentlich können wir mit unseren Büchern das Entstehen solcher Inseln fördern.

Manchmal aber braucht es etwas anderes als Bücher, manchmal ist keine Zeit für LeseMuße, sondern es muß schnell gehen, am besten übers Internet, übers Telefon, über alle eiligen Kanäle.
Heute wollen wir den Packpapierverteiler nutzen, um eine vierbeinige Nachbarin, die Kuh Simla, zu retten. Sie soll getötet werden, weil ein Bauer und ein Pächter aufgeben. Die Gründe sind menschlich, die Konsequenz unmenschlich.

Wir hoffen auf Eure Mithilfe, damit Simla leben darf. Bitte hört Euch um, leitet diesen oder den untenstehenden Text weiter, stellt ihn mit Bildern von Simla auf Eure Internetseite oder, wenn Ihr die Möglichkeit habt, gebt Simla ein neues Zuhause bei Euch!

Mit den besten Grüßen,
Herrmann und Pamela
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Simla am 18.06.2017.SIMLA SOLL NICHT STERBEN

Die sanfte Riesin wurde im Januar 2006 im Landkreis Osnabrück geboren. Dort lebte sie auf einer großen Wiese mit Bachlauf ohne Stall und Beifutter als Selbstversorgerin. Sie brachte ihre Kälbchen, mit denen sie meistens ein Jahr und länger zusammenleben durfte, allein zur Welt. Simla ist gesund, sehr ruhig und entspannt, sie ist die Gesellschaft anderer Kühe und die von Schafen gewohnt, ebenso, daß Menschen über ihre Weide laufen oder sich längere Zeit dort aufhalten. Sie ist zurückhaltend gegenüber fremden Menschen, aber Leckerbissen gegenüber nicht abgeneigt und wird dann auch handzahm.
Simla steht jetzt bereits beim Viehhändler, der sie noch wenige Wochen behält, damit sie ihr Kälbchen stillen kann. Es liegt der seltene Fall vor, daß Simla nicht freigekauft werden muß, da der bisherige Besitzer bereit ist, auf das Schlachtgeld zu verzichten, wenn jemand sie aufnimmt.
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SIMLA BENÖTIGT SO SCHNELL WIE MÖGLICH EIN NEUES ZUHAUSE, UM DER TÖTUNG ZU ENTGEHEN! Landkreis Osnabrück oder Nähe wären optimal, aber wir bitten, alles anzubieten, wo Simla in Würde alt werden darf. Der Wunsch des kleinen Simla-Freundeskreises ist es, daß sie nicht mehr Nutz- sondern einfach nur noch Tier sein darf. Eine noch tolerable Alternative wäre eine extensive Haltung z.B. als Milchkuh im kleinbäuerlich-ökologischen Bereich mit viel Auslauf und der festen Zusage, ihr nach der „Nutzung“ das Gnadenbrot zu gewähren.
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Oktober 2017:

Free at last!
Simla und ihr Kälbchen sind seit Mitte Oktober 2017 in Sicherheit. Sie werden ihr Leben fortan in dem „Kuhaltersheim“ von Hofzeit e.V. in der Eifel verbringen, wo sie viel Auslauf und einen Offenstall haben, nichts mehr „leisten“ und einfach nur Tiere sein dürfen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Menschen, die sich für Simla und ihre Jüngste eingesetzt oder angeboten haben, sie bei sich aufzunehmen. Die Resonanz war riesig- was bei uns zum Teil logistisches und kommunikatives Chaos verursachte- an dieser Stelle auch Danke an alle Packpapier-Kunden, die Verständnis dafür hatten, daß die Bearbeitung ihrer Buchbestellungen länger dauerte! Ein besonderer Dank geht an Silke vom Gnadenhof Die Geretteten für Infos und Mutmachen, an Angelika von Free Animal für das Suchen nach Paten, Möglichkeiten und die finanzielle Unterstützung, an Mirjam von Veganz (früher Veganladenbetreiberin in Berlin Kreuzberg! Ahoi!) für Ihre Hilfsangebote, an Susanne fürs Kontakteknüpfen, an Wilde Hilde und Hagelhof für die Aufnahmebereitschaft und natürlich an Hofzeit eV, wo die beiden Gehörnten jetzt stehen.

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Rabe Ralf über Schwerter zu PflugscharenBetrifft den Aufkleber „Schwerter zu Pflugscharen“ und unseren Flyer zum Kirchentag wegen einer Kollekte für die Abmahnanwälte – auf Umwegen erreichte uns zwar die Nachricht, daß die AGDF keine Forderungen mehr wegen dieses Aufklebers gegen uns erhebe, doch DAS WURDE UNS BISHER  NICHT MITGETEILT !

 

 

 

 

 

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OSTERMARSCH RHEIN-RUHR , zum Beispiel: 2013
Mitmarschieren konnten wir aus Zeitgründen diesmal leider nicht (dabei ist der Friedensmarsch durch den Pott immer ein sehr schönes Erlebnis, Arbeiteratmosphäre trotz Hartz4, Naturlandschaften trotz Urbanität und eine lebendige Gemeinschaft der Unterschiede), aber Herrmann hat zwei Büchertische gemacht: am Samstag, den 30. März auf dem Gelsenkirchener „O-Ton-Festival gegen Krieg und Faschismus“ im Paul-Loebe-Haus und am 1. April auf dem Abschlußfest des Rhein-Ruhr-Ostermarsches im Dortmunder Wichernhaus. In diesem Jahr waren mehr Menschen auf den Beinen als im Vorjahr, und es waren auch deutlich mehr Ruhrpötter mit
türkischem Background unterwegs, da mit Mehmet Kubaşik ein Dortmunder von den Terroristen des NSU ermordet wurde. Entsprechend waren die Morde und der behördliche Umgang mit den Opfern sowie die „Ermittlungspannen“ Thema bei den diesjährigen Friedensansprachen- neben der Kritik an einer Europäisierung der globalen Kriege und der Hochtechnologisierung und Banalisierung der Kriege auf Zocker- Niveau (Drohnen-Kriege). Die Anonymisierung des Krieges erzeugt natürlich weiterhin konkrete Opfer: es sterben Kinder, Geschwister und Eltern und auch der Krieger am Laptop entgeht der Traumatisierung nicht, denn ganz offensichtlich ist der Mensch aller Zivilisationskritik zum Trotz noch immer kein Roboter geworden.
Auf den Ostermärschen zeigen die Menschen, was sie verbindet- ihre Menschlichkeit und ihre Fähigkeit, NEIN zu sagen- NEIN zu Rassismus, Krieg und Gewalt.
In diesem Sinne: laßt die Blumen blühen und den Frühling beginnen!

Hier die pdf mit dem diesjährigen Programm der Ruhrpötter Friedensaktivisten:
Ostermarsch Rhein Ruhr 2013

 

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Susanne Saathoff – Hilfe für die Familien der Seidenstraße in Indien
Auf ihren Reisen entlang der indischen Seidenstraße begegnet Susanne Saathoff (siehe auch unter Läden und Märkten bei den Händlerportraits) immer wieder Menschen, deren Hilfsbereitschaft und deren Schicksale sie tief beeindrucken. Die kleinen Gewürzbauern und Händler, die ohnehin mit sehr wenig auskommen müssen, geraten in Not, wenn ihre Felder von den zunehmenden Naturkatastrophen zerstört werden. Die Regierung hilft
in den meisten Fällen nicht, sondern nutzt das Elend der Familien aus, um deren Felder gegen einen winzigen Betrag aufzukaufen, wodurch viele Bauern in die Obdachlosigkeit getrieben werden. Susanne besucht und begleitet einige Familien seit vielen Jahren und
unterstützt sie durch den Verkauf von Kräutern und Gewürzen und durch
Spenden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, neues Land zu kaufen und das Schulgeld für die Kinder zu bezahlen. Sie betreibt weder Elendstourismus noch ist sie Teil einer Organisation, sondern sie hilftdirekt, von Mensch zu Mensch; darum sind die von ihr begleiteten Familien auch keine „Paten“ oder „Hilfsbedürftige“, sondern ihre Freunde.

Wer die direkte Solidarität Susannes z.B. durch Spenden oder
Gewürzeinkauf unterstützen möchte, kann sich gerne an uns oder direkt an
Susanne wenden: Susanne Saathoff * Dorfstraße 3 * 27243 Colnrade *

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FRIEDENSGARTEN OSNABRÜCK >>>>> http://friedensgartenos.de

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